So viele Kalorien verbrennt man in der Sauna: Fettverbrennung & Abnehmen

Frau in der Sauna

Viele Menschen glauben, dass ein Saunagang eine Art „passives Cardio“ ist. Man sitzt, schwitzt stark, der Puls steigt, also muss doch auch Fett verbrannt werden.


Ja, in der Sauna werden Kalorien verbraucht. Aber der Umfang ist klar begrenzt. In 15 Minuten Sauna verbrennen Sie im Durchschnitt etwa 20 bis 50 Kilokalorien. In 30 Minuten sind es meist 50 bis 100 Kilokalorien.


Wir klären auf: 

Checkliste Kalorienverbrauch in der Sauna nach Minuten

Schnellcheck: Sauna & Kalorienverbrauch pro 10, 15 und 30 Minuten

  • 10 Minuten: ca. 15–20 kcal (in Ausnahmefällen etwas mehr)

  • 15 Minuten: ca. 20–60 kcal (häufig genannte Richtgröße: 20 kcal)

  • 30 Minuten: ca. 50–100 kcal (häufig genannte Richtgröße: 50 kcal)

Wie viele Kalorien verbrennt man in der Sauna?


Stellen Sie sich eine durchschnittliche Person von etwa 80 kg Körpergewicht vor, die einen einzelnen Saunagang absolviert. Wissenschaftliche Untersuchungen und Erfahrungswerte zeigen Folgendes:

Checkliste Fettverbrennung in der Sauna mit kcal

  • 10 Minuten Sauna: ungefähr 15–20 kcal Mehrverbrauch. Das entspricht in etwa der Energie, die Ihr Körper im Sitzen in derselben Zeit verbraucht (selbst ohne Sauna verbraucht ein Erwachsener in 10 Minuten Ruhe etwa 10–15 kcal durch Grundfunktionen). Die Hitze erhöht diesen Wert also nur minimal.

  • 15 Minuten Sauna: ca. 20–60 kcal werden im Schnitt verbrannt. Diese Spanne hängt vom individuellen Stoffwechsel und der Saunatemperatur ab. Denn 15 Minuten im Schwitzbad entsprechen in etwa einem sehr gemütlichen Spaziergang von gleicher Dauer. Tatsächlich verbraucht man in 15 Minuten Sauna teilweise weniger Energie als bei 15 Minuten Spazierengehen.

  • 30 Minuten Sauna: Hier sind ca. 50–100 kcal sind realistisch. Selbst im günstigsten Fall (hohe Temperatur, höhere Körpermasse) sind 100 kcal in einer halben Stunde Sauna eine obere Schätzung. Bei 30 Minuten zügigem Gehen würden Sie etwa 150–200 kcal verbrennen, bei gemäßigtem Radfahren ca. 200–300 kcal. Die Sauna liegt also weit darunter.

Kalorienverbrauch in der Sauna nach Temperatur: 60°, 80° oder 90°?

Temperatur, Sauna und Kalorienverbrauch

Die Höhe des Kalorienverbrauchs kann stark davon abhängen, wie heiß die Sauna ist. Es gibt milde Saunen (z.B. Biosauna oder Infrarotkabine) bei rund 50–60 °C, die klassische finnische Sauna um 80–90 °C und sehr heiße Aufguss-Saunen bis 100 °C.


Ihr Herz-Kreislauf-System wird bei höheren Temperaturen stärker gefordert, entsprechend variiert auch der Energieverbrauch geringfügig. Schauen wir uns an, was bei 60° vs. 80° vs. 90° passiert:


Kalorienverbrauch in der Sauna bei 60 °C


Eine Sauna mit ca. 60 Grad Celsius (oft in Wellness-Anlagen als „Biosauna“ oder Kräutersauna bezeichnet) stellt eine moderate Hitze dar. In einer 60°-Sauna steigt die Herzfrequenz nur mäßig an, vielleicht auf 90–110 Schläge pro Minute. Man kommt zwar ins Schwitzen, aber meist langsamer und weniger stark als bei höheren Temperaturen.


Der Kalorienverbrauch bei 60° ist dementsprechend am unteren Ende anzusiedeln. Im Schnitt kann eine 15-minütige Sitzung bei 60 °C rund 10–20 kcal verbrauchen, in 30 Minuten etwa 20–40 kcal. Das ist quasi der Grundumsatz-Mehrbedarf, um die leichte Überhitzung abzufangen. 


Kalorienverbrauch in der Sauna bei 80 °C 


80 Grad Celsius entsprechen dem typischen Bereich einer modernen GartensaunaBei 80° beginnt der Kreislauf richtig zu arbeiten. Man schwitzt bereits nach wenigen Minuten stark, die Hautdurchblutung schießt nach oben und der Puls kann auf 120+ steigen. Hier erlebt man den klassischen Saunareiz.


Der Kalorienverbrauch bei 80° liegt merklich höher als bei 60°, aber immer noch moderat. Für 15 Minuten bei 80 °C kann man etwa 20–30 kcal veranschlagen, für 30 Minuten ca. 20–60 kcal. Das sind ungefähr die Werte, die wir als Durchschnitt zuvor genannt haben. Manche besonders hitzegewohnten Personen, die sehr kräftig schwitzen, kommen vielleicht an die obere Grenze dieser Spanne.


Insgesamt gilt: Je höher die Temperatur, desto mehr muss Ihr Körper leisten, um sich zu kühlen und desto mehr Kalorien werden verbrannt. In der 80°-Sauna spürt man bereits ein Herzklopfen wie bei milder körperlicher Anstrengung, was sich in einem leicht erhöhten Energieumsatz widerspiegelt.


Kalorienverbrauch in der Sauna bei 90 °C (intensive Hitze)


Bei 90 °C und mehr spricht man von sehr intensiven Saunagängen. Die Belastung für Herz und Kreislauf ist hier am größten. Kurzfristig schnellt die Herzfrequenz stark in die Höhe, oft in Bereiche, die einem anstrengenden Workout nahekommen. Man muss jedoch auch für sich selbst die ideale Saunatemperatur finden. 


Kurz gesagt: Ja, bei 90 °C verbrennt der Körper am meisten Kalorien pro Minute, weil er maximal arbeiten muss, um die Überhitzung zu verhindern. In einer Viertelstunde extrem heißer Sauna können es vielleicht um die 30–50 kcal sein.

Allerdings schaffen nur wenige 15 Minuten bei 90 °C. Oft sind es eher kürzere Sitzungen. Zudem erhöht sich bei solcher Belastung das Risiko für den Kreislauf.


Die Devise lautet hier klar: Sicherheit und Wohlbefinden gehen vor. Ein etwas höherer Kalorienverbrauch darf kein Grund sein, sich in der Sauna zu überfordern.


Unsere Lesetipps hierzu:


Sauna-Temperatur

∅ Kalorienverbrauch in 15 Min

∅ Kalorienverbrauch in 30 Min

Subjektive Belastung

60 °C (mild)

ca. 10–15 kcal

ca. 20–30 kcal

gering (leichtes Schwitzen)

80 °C (mittel)

ca. 20–30 kcal

ca. 40–50 kcal

mittel (starkes Schwitzen, Puls ↑)

90 °C (hoch)

ca. 30–40 kcal

ca. 60–80 kcal

hoch (sehr starkes Schwitzen, Puls deutlich ↑)

Verbrennt man in der Sauna Kalorien? 


Ja, Ihr Körper verbraucht in der Sauna Kalorien, aber in einem klar begrenzten Rahmen. Die kurzzeitige Belastung gleicht eher einem sehr leichten Trainingseffekt. 

Weder schmilzt das Fett einfach so dahin, noch ersetzt ein Saunagang eine Sporteinheit. 


Die Hitze treibt zwar den Puls nach oben und der Schweiß fließt in Strömen. Oft wird dann argumentiert, die gesteigerte Herzfrequenz sei vergleichbar mit einem leichten Ausdauertraining, quasi Sport, ohne sich zu bewegen.


Doch hier ist der entscheidende Unterschied zwischen Herzfrequenzanstieg und Muskelarbeit.


Zwar erhöht die Hitze den Puls, aber es fehlen die aktiv arbeitenden Muskeln, die beim Sport den Großteil der Kalorien verbrennen. Was in der Sauna hauptsächlich passiert, ist Thermoregulation: Der Körper müht sich, die Überhitzung zu vermeiden, und verbraucht dabei Energie – jedoch in deutlich geringerem Rahmen als bei körperlicher Aktivität.

Warum verbrennt der Körper in der Sauna überhaupt Kalorien?


Der Schlüsselfaktor ist der Hitze-Effekt auf den Organismus. Denn die extreme Wärme bringt den Körper in Alarmbereitschaft: 


  • Die Körperkerntemperatur beginnt zu steigen, was sofort Gegenmaßnahmen auslöst.

  • Um die Körperkerntemperatur stabil zu halten, muss er aktiv gegensteuern (Thermoregulation). 

Dabei laufen mehrere Prozesse ab, die Energie kosten, die wir nachfolgend besprechen.

Darum verbrennt man Kalorien in der Sauna

Stoffwechsel, Puls und Kalorienverbrauch Sauna

Wichtig ist: Dieser Mehrverbrauch an Kalorien in der Sauna entsteht primär durch thermoregulatorische Anstrengungen. Nicht, weil Fettdepots gezielt abgebaut würden. Es ist vergleichbar mit dem Leerlauf eines Motors, der höher dreht, um Überhitzung zu vermeiden. 


Das bedeutet, der Körper verbrennt zwar mehr Kalorien als im völligen Ruhezustand, aber eben hauptsächlich um sich selbst zu kühlen, ohne Muskelarbeit zu verrichten. Darum verbrennt man nicht immens viele Kalorien. Dennoch gilt: 


  1. Kühlung durch Schwitzen: Bei Temperaturen von 80 bis 100 °C erweitern sich die Blutgefäße, die Hautdurchblutung steigt, und das Herz pumpt schneller Blut zur Körperoberfläche, um Wärme abzugeben. Gleichzeitig setzt intensives Schwitzen ein, teils bis zu 1–2 Liter pro Sitzung. Die Verdunstung kühlt den Körper. Diese Prozesse benötigen Energie, weshalb Kalorien verbraucht werden.

  2. Erhöhung der Herzfrequenz: Die Herzfrequenz kann dabei deutlich ansteigen, teilweise in Bereiche, die leichtem bis moderatem Ausdauertraining entsprechen. Dennoch fehlt die aktive Muskelarbeit. Große Muskelgruppen bleiben passiv, wodurch der tatsächliche Energieumsatz deutlich unter dem von Sport liegt. Es entstehen keine trainingsspezifischen Anpassungen wie Muskelaufbau oder Ausdauersteigerung.

  3. Kurzfristig erhöhter Stoffwechsel: Auch der Stoffwechsel erhöht sich kurzfristig. Der Grundumsatz steigt während und kurz nach dem Saunagang leicht an. Dieser Effekt ist jedoch zeitlich begrenzt und reicht allein nicht aus, um langfristig einen relevanten zusätzlichen Kalorienverbrauch zu erzeugen.

Körpergewicht: Wer verbrennt wie viele Kalorien in der Sauna? 


Grundsätzlich gilt: Ein schwererer Mensch verbrennt mehr Kalorien als ein leichterer, weil sein Körper mehr Masse auf Betriebstemperatur halten muss. Außerdem haben größere Körper eine größere Oberfläche und produzieren bei Hitze mehr Schweiß, all das erhöht den Energieaufwand etwas. 


  • Beispielsweise könnte eine 90 kg schwere Person in 15 Minuten Sauna vielleicht 40 kcal verbrauchen, 

  • während eine 60 kg Person unter gleichen Bedingungen eher 20–25 kcal verbraucht. 

Ein trainierter Körper reagiert effizienter auf Hitze und hat möglicherweise eine niedrigere Herzfrequenz in der Sauna, was den Kalorienverbrauch reduzieren kann. 


Ein weiterer Faktor ist die Hitzeverträglichkeit: Personen, die es schaffen, länger oder in heißeren Saunen zu sitzen, erzwingen natürlich einen etwas höheren Energieaufwand. Doch hier warnt die Erfahrung: Die Unterschiede bleiben bescheiden und rechtfertigen keine riskanten Selbstversuche.

Verbraucht ein Sauna-Aufguss mehr Kalorien?


Ein besonderes Ereignis in vielen Saunagängen ist der Sauna-Aufguss. Dabei wird Wasser (oft mit ätherischen Ölen) auf die heißen Steine gegossen, was schlagartig die Luftfeuchtigkeit erhöht und eine Hitzewelle erzeugt. 


Diese kurzfristige Belastung führt zu einer intensiveren körperlichen Reaktion. Dein Puls erhöht sich, die Schweißproduktion nimmt deutlich zu, und durch die feuchte Hitze wird die Verdunstungskühlung eingeschränkt. Dein Körper muss stärker gegensteuern.


Obwohl ihr Körper während eines 5-minütigen Aufgusses doppelt so viel Energie verbrauchen würde wie zuvor (was schon hoch gegriffen ist), reden wir von vielleicht zusätzlichen 5–10 kcal in diesen Minuten. Das ist kaum der Rede wert.


Wie viele Kalorien verbrennt man bei 15 Minuten Sauna? 


In 15 Minuten Sauna verbrennen Sie etwa 20 bis 50 kcal, abhängig von den Bedingungen. Der Durchschnitt liegt um die 30 kcal für eine mittelheiße Sauna und eine durchschnittliche Person. Wenn Sie 15 Minuten normal gehen, verbrennen Sie vielleicht 60–80 kcal; bei zügigem Gehen sogar um 100 kcal. In der Sauna sind es nur wenige Dutzend.


Wie viele Kalorien verbrennt man in der Infrarot-Sauna?


Die Kabinentemperatur liegt meist nur bei 40–60 °C, also viel niedriger als in einer finnischen Sauna, aber man empfindet durch die Strahlung trotzdem eine intensive Wärme von innen. 30 Minuten Infrarotkabine bei 50 °C könnten etwa 30–50 kcal verbrennen – also in etwa das, was 20 Minuten bei 90 °C schaffen. Natürlich variiert das individuell. 

Sauna und Fettverbrennung: Wird tatsächlich Körperfett abgebaut?


Viele Menschen verwechseln den unmittelbaren Gewichtsverlust nach dem Saunagang mit Fettabbau. Richtig ist: Nach 2–3 Saunagängen zeigt die Waage oft 0,5 bis 1 kg weniger an. 


Aber dieser Verlust stammt fast ausschließlich vom Wasser. Durch intensives Schwitzen verliert der Körper Flüssigkeit sowie Salze, wie Studien zeigen. Nach jeder Sitzung stieg die rektal gemessene Körperkerntemperatur um 0,8 bis 1,1 Grad Celsius. Gleichzeitig sank das Körpergewicht unmittelbar um 0,7 bis 0,9 Kilogramm. Das Fettgewebe wird davon nicht direkt angegriffen. Fett schmilzt in der Sauna nicht einfach dahin, auch wenn es sprichwörtlich manchmal so formuliert wird.


Führt Saunieren zu Fettverlust? 


Für eine nachhaltige Fettverbrennung reicht es nicht, den Körper zum Schwitzen zu bringen. Fettreserven werden immer dann abgebaut, wenn der Körper über längere Zeit mehr Energie benötigt, als er aus schnellen Reserven ziehen kann, vor allem durch Muskelarbeit und Ausdauerbelastung. In der Sauna sind die Muskeln jedoch im Ruhemodus. 


Zwar erhöht die Hitze den Kalorienbedarf ein wenig, wie wir gesehen haben, aber diese Energiemenge stammt primär aus dem Umsatz von Kohlenhydraten und dem laufenden Stoffwechsel, nicht aus tiefen Fettdepots. Die Fettverbrennung ist somit in der Sauna äußerst begrenzt.


Sauna und Stoffwechsel: Wird der Grundumsatz erhöht?


Der Grundumsatz ist die Energiemenge, die der Körper in Ruhe pro Tag verbraucht. Könnte regelmäßiges Saunieren diesen dauerhaft erhöhen und so beim Abnehmen helfen?


Tatsächlich führt jeder Saunagang zu einer vorübergehenden Steigerung des Stoffwechsels. Während der Körper mit Hitzeabwehr beschäftigt ist, laufen Herzschlag, Durchblutung und enzymatische Prozesse schneller ab. 


Kurzfristig ist der Stoffwechsel also höher, das merkt man daran, dass man sich nach der Sauna manchmal angenehm belebt fühlt. Studien sprechen von einem moderaten Anstieg des Kalorienverbrauchs für einige Stunden nach dem Saunieren.


In dieser Erholungsphase bleibt der Körper im sog. „Nachbrennmodus“, ähnlich wie nach dem Sport: Die Herzfrequenz normalisiert sich langsam, die Körpertemperatur pendelt sich wieder ein, und dabei werden weiterhin leicht erhöhte Mengen an Kalorien verbrannt.

Ist die Sauna sinnvoll zum Abnehmen?


Die Antwort ist differenziert: Direkt durch die Sauna nehmen Sie nicht viel ab, aber indirekt kann sie sehr sinnvoll sein.


Zunächst die klare Aussage: Allein durch Saunagänge werden Sie kein Körperfett verlieren. 


Die verbrannten Kalorien sind zu gering, um spürbar zur negativen Energiebilanz beizutragen. Wer effektiv und gesund abnehmen will, setzt auf gezielte Bewegung und eine ausgewogene Ernährung, das bleibt der Königsweg. In diesem Sinne ersetzt die Sauna weder das Workout noch die Diät.


Hilft die Sauna beim Abnehmen: Ja oder nein? 


Dennoch kann die Sauna im Rahmen eines Abnehmprogramms sinnvoll sein, wenn man sie richtig einordnet. Entscheidend ist eine realistische Erwartungshaltung: Man nimmt durch Sauna allein nicht sichtbar ab, aber man kann positive Effekte für die Gewichtsreduktion nutzen:


  1. Regeneration und Trainingsbereitschaft

Nach dem Sport kann die Sauna die Erholung fördern. Die Wärme entspannt die Muskeln und verbessert die Durchblutung, sodass Stoffwechselprodukte schneller abtransportiert werden. Viele Sportler fühlen sich am nächsten Tag leistungsfähiger, wenn sie nach dem Training sauniert haben.


  1. Routine und Disziplin

 2–3 Saunagänge pro Woche à 10–15 Minuten können als feste Gewohnheit helfen, im „Abnehm-Modus“ zu bleiben. Wer regelmäßig sauniert, achtet häufig insgesamt stärker auf einen gesundheitsbewussten Lebensstil.


  1. Weniger Stress = bessere Fettverbrennung:

Sauna senkt den Stresshormonspiegel, insbesondere Cortisol. Weniger Cortisol bedeutet, dass der Körper seltener im „Speichermodus“ bleibt. Zudem fördert die Entspannung Gelassenheit im Umgang mit der Gewichtsabnahme. 


Keine Wunder, aber viele indirekte Vorteile:


Sie erzeugt keine starke negative Kalorienbilanz, bietet aber Entspannung, besseren Schlaf, möglicherweise ein verbessertes Hautbild und eine gestärkte Immunfunktion. Diese Faktoren unterstützen einen gesunden Lebensstil. 


Wo verbrennt man am meisten Kalorien?


Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wo die Sauna im Spektrum des Kalorienverbrauchs einzuordnen ist, hilft der Vergleich mit alltäglichen Tätigkeiten oder leichten sportlichen Aktivitäten:


  • Im Sitzen ruhen: Selbst Nichtstun verbraucht Kalorien, da unser Körper ständig Energie für Atmung, Herzschlag, Hirnfunktion usw. aufwendet. Ein 70-kg-Mensch verbrennt in 30 Minuten Sitzen ungefähr 30–40 kcal. Die Sauna erhöht diesen Ruhewert leicht, man kommt, wie gezeigt, vielleicht auf 60 kcal in 30 Minuten. 

  • Spazierengehen: Ein langsamer Spaziergang (ca. 3–4 km/h) kann in 30 Minuten ca. 100–150 kcal verbrennen, je nach Tempo und Person. Das ist etwa doppelt bis dreifach so viel wie die Sauna im gleichen Zeitraum. Bereits ein gemütliches Gehen verbraucht also erheblich mehr Energie, weil dabei Muskeln für Fortbewegung arbeiten, nicht nur der Kreislauf passiv reagiert. 

  • Leichte sportliche Betätigung: Jede Form von Bewegung schlägt die Sauna beim Kalorienverbrauch. Zum Beispiel moderates Radfahren (ca. 15–20 km/h): 200–300 kcal in 30 Min. Schwimmen: je nach Intensität 250–350 kcal/30 Min. Joggen (langsames Laufen): etwa 300–400 kcal/30 Min.

Ist die Sauna sinnvoll zum Abnehmen?


Die Antwort ist differenziert: Direkt durch die Sauna nehmen Sie nicht viel ab, aber indirekt kann sie sehr sinnvoll sein.


Zunächst die klare Aussage: Allein durch Saunagänge werden Sie kein Körperfett verlieren. 


Die verbrannten Kalorien sind zu gering, um spürbar zur negativen Energiebilanz beizutragen. Wer effektiv und gesund abnehmen will, setzt auf gezielte Bewegung und eine ausgewogene Ernährung, das bleibt der Königsweg. In diesem Sinne ersetzt die Sauna weder das Workout noch die Diät.


Hilft die Sauna beim Abnehmen: Ja oder nein? 


Dennoch kann die Sauna im Rahmen eines Abnehmprogramms sinnvoll sein, wenn man sie richtig einordnet. Entscheidend ist eine realistische Erwartungshaltung: Man nimmt durch Sauna allein nicht sichtbar ab, aber man kann positive Effekte für die Gewichtsreduktion nutzen:


  1. Regeneration und Trainingsbereitschaft

Nach dem Sport kann die Sauna die Erholung fördern. Die Wärme entspannt die Muskeln und verbessert die Durchblutung, sodass Stoffwechselprodukte schneller abtransportiert werden. Viele Sportler fühlen sich am nächsten Tag leistungsfähiger, wenn sie nach dem Training sauniert haben.


  1. Routine und Disziplin

 2–3 Saunagänge pro Woche à 10–15 Minuten können als feste Gewohnheit helfen, im „Abnehm-Modus“ zu bleiben. Wer regelmäßig sauniert, achtet häufig insgesamt stärker auf einen gesundheitsbewussten Lebensstil.


  1. Weniger Stress = bessere Fettverbrennung:

Sauna senkt den Stresshormonspiegel, insbesondere Cortisol. Weniger Cortisol bedeutet, dass der Körper seltener im „Speichermodus“ bleibt. Zudem fördert die Entspannung Gelassenheit im Umgang mit der Gewichtsabnahme. 


Keine Wunder, aber viele indirekte Vorteile:


Sie erzeugt keine starke negative Kalorienbilanz, bietet aber Entspannung, besseren Schlaf, möglicherweise ein verbessertes Hautbild und eine gestärkte Immunfunktion. Diese Faktoren unterstützen einen gesunden Lebensstil. 


Wo verbrennt man am meisten Kalorien?


Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wo die Sauna im Spektrum des Kalorienverbrauchs einzuordnen ist, hilft der Vergleich mit alltäglichen Tätigkeiten oder leichten sportlichen Aktivitäten:


  • Im Sitzen ruhen: Selbst Nichtstun verbraucht Kalorien, da unser Körper ständig Energie für Atmung, Herzschlag, Hirnfunktion usw. aufwendet. Ein 70-kg-Mensch verbrennt in 30 Minuten Sitzen ungefähr 30–40 kcal. Die Sauna erhöht diesen Ruhewert leicht, man kommt, wie gezeigt, vielleicht auf 60 kcal in 30 Minuten. 

  • Spazierengehen: Ein langsamer Spaziergang (ca. 3–4 km/h) kann in 30 Minuten ca. 100–150 kcal verbrennen, je nach Tempo und Person. Das ist etwa doppelt bis dreifach so viel wie die Sauna im gleichen Zeitraum. Bereits ein gemütliches Gehen verbraucht also erheblich mehr Energie, weil dabei Muskeln für Fortbewegung arbeiten, nicht nur der Kreislauf passiv reagiert. 

  • Leichte sportliche Betätigung: Jede Form von Bewegung schlägt die Sauna beim Kalorienverbrauch. Zum Beispiel moderates Radfahren (ca. 15–20 km/h): 200–300 kcal in 30 Min. Schwimmen: je nach Intensität 250–350 kcal/30 Min. Joggen (langsames Laufen): etwa 300–400 kcal/30 Min.

Studien & Wissenschaft: Was wissen wir über Sauna und Kalorien? 


Studie 1: Herzfrequenz während der Sauna


In einer Untersuchung wurde gemessen, wie sich der Puls während eines Saunagangs verändert. Zu Beginn lag die Herzfrequenz bei ungefähr 75–80 Schlägen pro Minute. Während der Sauna stieg sie auf etwa 106–116 Schläge pro Minute an. Das ist ein Bereich, den man auch bei moderater körperlicher Aktivität erreicht, zum Beispiel beim schnellen Gehen oder lockeren Radfahren. Auch der Blutdruck und die Körpertemperatur reagierten auf die Hitze und stiegen entsprechend an. Das zeigt, dass das Herz-Kreislauf-System deutlich beansprucht wird.


Studie 2: Energieverbrauch bei mehreren Saunagängen


In einer anderen Untersuchung absolvierten die Teilnehmer vier Saunagänge hintereinander, jeweils 10 Minuten lang, mit Pausen dazwischen. Dabei wurde gemessen, wie viele Kalorien pro 10-Minuten-Einheit verbraucht wurden. Zu Beginn lag der Energieverbrauch bei etwa 73 Kilokalorien pro 10 Minuten. Im Verlauf stieg er auf über 134 Kilokalorien pro 10 Minuten an. Bei schwereren Personen wurden sogar bis zu 153 Kilokalorien pro 10 Minuten gemessen. Das bedeutet: Mit jedem weiteren Durchgang arbeitete der Körper intensiver und verbrauchte mehr Energie.


Nachbrenneffekt (EPOC) und Sauna


Zum sogenannten Nachbrenneffekt, fachlich EPOC genannt, gibt es viele Studien. Allerdings beziehen sich diese fast ausschließlich auf Sport und nicht auf Sauna. Nach intensiver körperlicher Belastung kann der Kalorienverbrauch für etwa 30–180 Minuten erhöht bleiben, manchmal auch etwas länger. Insgesamt ist dieser zusätzliche Energieverbrauch jedoch eher moderat.


Für die Sauna gibt es Hinweise darauf, dass sich Herzfrequenz und Herzfrequenzvariabilität in der Erholungsphase langsam wieder dem Ausgangswert annähern und sich das autonome Nervensystem normalisiert. Es gibt jedoch keine zuverlässigen Daten, die zeigen, dass der Energieverbrauch über viele Stunden hinweg deutlich erhöht bleibt.

Häufig gestellte Fragen


Sollte ich in die Sauna gehen, um Kalorien zu verbrennen? 


Nicht primär. Wenn Ihr Hauptmotiv das Kalorienverbrennen ist, werden Sie vermutlich enttäuscht. Die Sauna verbraucht zwar Kalorien, aber sehr wenige.


Ist Sauna mit Sport kombinierbar?


Ja, sogar empfehlenswert, in richtiger Reihenfolge. Ideal ist: erst Sport, dann Sauna. Nach dem Training unterstützt die Wärme die Regeneration und entspannt die Muskeln. Achten Sie aber darauf, genug zu trinken und den Körper nicht völlig ausgelaugt in die Sauna zu schicken. 


Verbrennt man mehr Kalorien bei 90 Grad? 


Etwas mehr, ja, aber nicht drastisch mehr. Höhere Temperatur steigert den Kreislaufstress, also verbraucht der Körper etwas mehr Energie für die Kühlung. In Zahlen heißt das: Bei 90° vielleicht 1,5- bis 2-mal so viel Kalorien wie bei 60°. Anstelle z.B. 20 kcal in 15 Min sind es dann 30–40 kcal. 


Ist Infrarot effektiver (beim Kalorienverbrennen)? 


Eher nicht. Infrarotkabinen arbeiten mit niedrigerer Temperatur, dafür länger einwirkender „Tiefenwärme“. Insgesamt scheint der Kalorienverbrauch dort geringer oder ähnlich zu sein wie in einer heißen Sauna. 


Wie viel Kalorien verbrennt ein Saunagang wirklich? 


Ein einzelner Saunagang (10–15 Min) verbrennt etwa 20–50 kcal für eine durchschnittliche Person. Wenn Sie mehrere Gänge machen – z.B. 3 Durchgänge à 15 Min, kommen Sie vielleicht auf 60–100 kcal insgesamt an diesem Saunatag. 


Ist Sauna gesund für den Stoffwechsel? 


Ja, auf gewisse Weise schon. Regelmäßiges Saunieren kann positive Effekte auf das Herz-Kreislauf-System und damit indirekt auf den Stoffwechsel haben. Beispielsweise verbessert es die Gefäßelasticität und kann den Blutdruck regulieren, was die Nährstoffversorgung der Zellen fördert.