Fasssauna aus Thermoholz: Modelle & Fichte-Vergleich

Fasssauna mit Thermoholz

Thermoholz hat in der Fasssauna eine Restfeuchtigkeit von 0 bis 4 Prozent, Fichtenholz kommt auf bis zu 12 Prozent. Das ist der Grund, weshalb das Saunafass in vielen Fällen mit Thermoholz ausgestattet wird. Es bestimmt Langlebigkeit, Pflegeaufwand und Wärmeverteilung zu unterschiedlichen Graden.

Natürlich ist es auch eine preisliche Frage. Deshalb gibt es jede Fasssauna mit beiden Varianten. Man sollte jedoch wissen, für was man sich entscheidet und worauf man verzichtet. 

Thermoholz-Fasssauna im Schnellcheck


Restfeuchtigkeit

0 bis 4 % (Fichte: bis 12 %)

Behandlung

160 bis 230 °C, 24 bis 48 Stunden, ohne Chemie

Feuchteverhalten

Bei intensiver Behandlung etwa halbierte Gleichgewichtsfeuchte gegenüber unbehandelter Fichte

Ofen

Holzofen (ca. 60 bis 75 Min.) oder Elektroofen

Pflege

nicht zwingend nötig; Öl oder Lasur gegen Vergrauung

Preis

Fasssauna ab 4.490 €, als Bausatz oder montiert

Winter

Weniger Quellen und Schwinden, trotzdem Fugen, Tür und Spannbänder kontrollieren

Was ist eine Fasssauna aus Thermoholz?


Das Thermoholz der neusten Fasssauna-Modelle wurde vor dem Bau unter starker Hitze veredelt. Sodass bei 160 bis 230 Grad und unter Sauerstoffmangel die Restfeuchtigkeit des Holzes auf 0 bis 4 Prozent sinkt. Das macht es dann witterungsbeständiger, formstabiler und widerstandsfähiger gegen (beispielsweise) Pilze. Da die Fasssauna außen steht, ist das natürlich wichtig und ein großer Faktor für Langlebigkeit. 


Als Grundholz dient meist die nordische Fichte oder Kiefer. Erst die Wärmebehandlung macht daraus Thermoholz, erkennbar an der karamellbraunen Farbe. 


Doch nicht jedes Holz eignet sich für die Behandlung. Am häufigsten wird Fichte thermisch modifiziert, seltener Erle, Espe oder Kiefer. 

Thermoholz Fasssauna im Test

∞ Wussten Sie schon?

Bereits vor der Thermobehandlung aus Finnland wurde die Kesseldruckimprägnierung genutzt, um Holz beständiger und widerstandsfähiger zu machen. Jedoch wurden bei dieserVerfahrensweise chemische Stoffe verwendet und die Feuchtigkeit bei der Imprägnierung gegen Salz getauscht. Damit ist die Thermomethode umweltschonender und deutlich sauberer.

1.1 Wie erfolgt die Wärmebehandlung von Holz?

Herstellung Thermoholz

Das Holz kommt in einen geschlossenen Ofen, den Thermokiln, und wird dort 24 bis 48 Stunden auf 160 bis 230 Grad erhitzt. Der Sauerstoff wird entzogen, damit es bei diesen Temperaturen nicht brennt. Der daraus entstehende Wasserdampf schützt das Holz vor Rissen und Spalten.


Wie wird Fichtenholz bei ca. 212 °C zu Thermoholz?


Zuerst wird das Holz getrocknet, dann folgt die eigentliche Hitzephase. Dabei sinkt der pH-Wert, und es bilden sich natürliche Schutzstoffe wie Carbonsäure. Harze und Zuckerstoffe werden dabei abgebaut, die das Holz sonst zur Nahrung für Pilze machen. 


Das Ergebnis ist ein Holz, dessen Quell- und Schwindmaß um rund 50 Prozent sinkt. Es arbeitet also deutlich weniger als unbehandeltes Holz. Chemische Zusätze braucht dieser Prozess nicht (ist also kein chemisch-aufbereitetes Holz), er läuft allein über Wärme und Dampf. 


Gut zu wissen: 


Ein Nebeneffekt der Behandlung ist der Geruch. Thermoholz verströmt einen dezenten, leicht rauchigen Duft, der an geflämmtes Fassholz erinnert. Auch die Farbe verändert sich, das Holz wird gleichmäßig karamell- bis nussbraun, je nach Temperatur und Dauer.


Insgesamt dauert dieser spezielle Vorgang etwa 24 bis 48 Stunden. Zudem dient der entstehende Dampf als “Schutzgas”. Dieser Dampf trägt grundsätzlich dazu bei, dass das jeweilige Holz im Verlauf der Behandlung sich weder spaltet noch in irgendeiner Form Schaden erleidet.


Die Eigenschaften für Thermoholz in der Fasssauna


Hinter den technischen Begriffen von Thermoholz verbergen sich ganz praktische Vorteile für Ihren Alltag im Saunafass. Hier ist die Übersicht, wie die veränderten Holzeigenschaften Ihr Saunaerlebnis verbessern:



Eigenschaft

Ihr konkreter Vorteil

Gleichgewichtsfeuchte

Das Holz nimmt kaum noch Wasser auf. Dadurch bleibt die Sauna auch bei Dauerregen oder im feuchten Herbst trocken und schimmelfrei.

Quell- & Schwindmaß

Das Holz arbeitet bis zu 50 % weniger. Das bedeutet: Türen und Fenster klemmen seltener, und es bilden sich kaum unschöne Fugen.

Wärmeleitung

Thermoholz leitet Wärme schlechter. Sitzbänke und Wände fühlen sich auf der Haut weniger "brennend" heiß an. 

Dauerhaftigkeit

Durch den Abbau von Holzzucker haben Pilze keine Nahrung. Ihre Sauna hält viele Jahre länger, ohne dass Sie ständig nachstreichen müssen.

Wie viel weniger Feuchtigkeit nimmt Thermoholz tatsächlich auf?


Bei einer Behandlung um 220 °C kann sich die Gleichgewichtsfeuchte von Fichte gegenüber unbehandeltem Holz etwa halbieren. Das ist präziser als die verbreitete Aussage, Thermoholz nehme 90 Prozent weniger Wasser auf. 

Vorteile von thermisch modifiziertem Holz

Neben der Erhöhung von Langlebigkeit stellt Thermoholz noch weitere, nicht unwesentliche, Maßstäbe auf. Durch die thermische Modifizierung verkörpert es daher einige charakteristische Eigenschaften, welche es zu einem begehrten Baumaterial für verschiedene Projekte macht:


Dimensionsstabilität: 

Das Holz trotzt im Vergleich zu anderen Ressourcen verschiedenen Umgebungsbedingungen und bleibt in der gleichen Form. Das Schwind- und Quellmaß wird effektiv verringert.


✔ Bestechende Optik: Das “karamellisierte” Holz wirkt optisch hochwertiger und zugleich luxuriöser. Ein rustikaler und natürlich wirkender Blickfang.


✔ Oberflächenhärte: 

Durch die intensive Behandlung wird weiches Holz fest und trocken. Insbesondere zur Benutzung in einer Sauna essenziell.


✔ Fäulnisresistenz: 

Eine Vermoderung wird erfolgreich vermieden und zugleich der Befall durch Pilze oder Schädlinge verhindert.


✔ Chemiefrei und recycelbar: 

Die thermische Behandlung von Holz ist umweltfreundlicher als andere Methoden und trägt somit zur Entlastung der Natur bei.


✔ Hoher Isolierwert: 

Sie sparen dauerhaft Betriebskosten, da Wärme länger im Inneren der Thermoholz Fasssaune erhalten bleibt.


✔ Geringe Aufheizung: 

Bei Beheizung der Sauna und selbst bei direkter Sonneneinstrahlung bleibt das Holz bei Hautkontakt angenehm.


✔ Keine Harzabsonderung: Die Oberfläche ist frei von klebrigem Harz. Somit ist das Holz barfußfreundlich leichter zu reinigen.


✔ Geringes Infektionsrisiko bei Splittern: Durch mangelnde Feuchtigkeit wird Infektionsrisiko ausgeschlossen, falls doch mal ein Holzsplitter unter die Haut gerät.


✔ Bestechende Optik: 

Das “karamellisierte” Holz wirkt optisch hochwertiger und zugleich luxuriöser. Ein rustikaler und natürlich wirkender Blickfang.

Nachteile von thermisch modifiziertem Holz

Auch die Farbe von thermisch modifiziertem Holz kann sich, wie bei jeder anderen Holzart auch, nach einiger Zeit ändern. Die Ursache dafür ist die UV-Einstrahlung, welche zum Verblassen führt und nicht zu verhindern ist. Auch die Festigkeit des Holzes kann sich verändern, in Abhängigkeit vom genutzten Material. Je höher die Temperatur der Erhitzung, desto eher wird es spröde. Aus diesem Grund ist Thermoholz auch nicht für den Hausbau zugelassen. Die einzige Ausnahme bildet hierbei die Fassadenverkleidung. Für kleinere, leichtere Konstruktionen im Garten bleibt es jedoch die beste Wahl.

Hätten Sie es geahnt?

Es besteht die Möglichkeit, dass das Holz ergraut. Wir empfehlen in diesem Fall eine entsprechende Behandlung mit Öl. Gern geben wir Ihnen weitere wertvolle Hinweise für die Pflege der Fasssauna aus Thermoholz

Fasssauna aus Fichte und Thermoholz im Vergleich

Für die Außensauna ist Thermoholz das robustere Holz, Fichte das günstigere. Das sind die beiden entgegengesetzten Pole. Thermoholz nimmt daher kaum Feuchtigkeit auf und verzieht sich seltener. Fichte reicht bei mildem Klima und kleinerem Budget in der Praxis jedoch oft völlig aus. 

Der Kern des Unterschieds liegt wie erwähnt in der Restfeuchtigkeit. 

Thermo vs. Fichte

Thermoholz oder Fichte: Welches Holz ist besser für die Fasssauna?




Thermoholz

Fichte

Restfeuchtigkeit

0 bis 4 %

bis 12 %

Verzug bei Wetterwechsel

sehr gering

stärker

Witterungsbeständigkeit

hoch

mittel

Pflegeaufwand

gering

höher

Harzaustritt

praktisch keiner

möglich

Optik

karamellbraun

hell

Preis

höher

günstiger

 

Fichte genügt, wenn das Fass überdacht steht, das Klima mild ist oder das Budget den Ausschlag gibt. Thermoholz lohnt sich bei Ganzjahresnutzung, wenn Sie wenig nachstreichen wollen und Wert auf lange Haltbarkeit legen. Ein Nachteil bleibt: Thermoholz ist spröder und daher nicht für tragende Konstruktionen gedacht, für die Fasssauna spielt das aber keine Rolle.

Thermoholz Fasssauna in 3D konfigurieren

Die Fasssauna aus Thermoholz von Vitkonwood verbindet viele der bereits aufgeführten Vorteile von Thermoholz mit Vision, Anspruch und Design. Da wir auf eine hochwertige Herstellung von Hand setzen, welche in Europa strengster Aufsicht und stringenten Richtlinien unterliegt, produzieren wir nicht nur langlebige Qualität, sondern achten dabei auch noch auf unseren ökologischen Fußabdruck. 


Wir nutzen ausschließlich ökologische Naturmaterialien wie Echtholz mit FSC-Zertifizierung, kontrolliert bei uns in Deutschland - mit Feinschliff bis ins Detail - für die Produktion unserer besonderen Fasssaunen.


Fasssauna 3D Konfiguration:


Mit dem Fasssauna 3D Konfigurator von Vitkonwood haben Sie die Möglichkeit, Ihre Fasssauna selbständig als Model zu entwerfen und dabei ihren Wünschen Ausdruck zu verleihen. Nachdem Sie sich für eine Größe entschieden haben, gelangen Sie direkt zu einer sich langsam rotierenden 3D Abbildung Ihrer Traumsauna.

Nun können Sie über verschiedene Optionen den Aufbau Ihrer Fasssauna bestimmen und somit das Endergebnis aktiv beeinflussen, dabei ändert sich das 3D Modell mit jeder von Ihnen veränderten und angepassten Eigenschaft.

Fasssauna 3D Konfigurator
vitkonwood Fasssauna Konfigurator​​
Thermoholz zu allen Jahreszeiten im Test

Wie verhält sich eine Thermoholz-Fasssauna im Winter?


Im Winter arbeitet Thermoholz kaum, weil es fast keine Feuchtigkeit aufnimmt. Türen und Fenster bleiben leichtgängig, auch wenn innen 90 Grad herrschen und draußen Frost. Risse durch gefrierendes Wasser im Holz treten selten auf.


Beim Saunieren im Winter steht die Fasssauna unter einem starken Temperaturgefälle. Innen sind es 90 Grad, außen mehrere Grad unter null. Fichte quillt und schwindet unter diesem Wechsel stärker, deshalb klemmt bei günstigen Fässern die Tür oft schon nach dem ersten Winter.


Wie verhält sich eine Thermoholz-Fasssauna im Sommer?


Im Sommer bleibt Thermoholz bei direkter Sonne angenehmer auf der Haut, weil es Wärme schlechter leitet als unbehandeltes Holz. Die UV-Strahlung lässt die Oberfläche mit der Zeit silbrig vergrauen. Diese Vergrauung ist rein optisch und ändert nichts an der Haltbarkeit.


Die geringere Wärmeleitfähigkeit wirkt sich doppelt aus. Die Außenwand heizt sich in der Sonne weniger stark auf, und auch Sitzflächen aus Thermoholz fühlen sich weniger brennheiß an. Wer barfuß auf das Fass steigt oder sich anlehnt, merkt den Unterschied an heißen Tagen.


Wie verhält sich Thermoholz bei 90 bis 100 Grad Betriebstemperatur?


Bei 90 bis 100 Grad tritt aus Thermoholz praktisch kein Harz aus, weil die Harze bei der Behandlung abgebaut wurden. Die Oberfläche bleibt trocken und barfußfreundlich. Das Holz bleibt formstabil und reißt im Heißbetrieb kaum nach.


In einer Fichtensauna können Harztaschen sitzen, die sich bei großer Hitze verflüssigen und austreten. An Bänken und Wänden wird das klebrig und lässt sich schwer entfernen. Thermoholz umgeht das Problem, weil es beim Erhitzen im Thermokiln bereits harzfrei geworden ist.


Die niedrige Restfeuchtigkeit von 0 bis 4 Prozent zahlt sich auch hier aus. Das Holz muss im Betrieb nicht stark nachtrocknen und reißt daher seltener. Saunieren können Sie übrigens schon ab etwa 70 Grad, Sie müssen nicht auf die vollen 90 bis 100 Grad warten. 


Muss man eine Thermoholz-Fasssauna streichen, ölen oder lasieren?


Streichen müssen Sie eine Thermoholz-Fasssauna nicht, sie hält auch unbehandelt. Wer die karamellbraune Farbe erhalten und die Vergrauung bremsen will, ölt oder lasiert die Außenseite. Innen genügt bei Bedarf ein Saunaöl oder Paraffinöl.


Für außen eignet sich eine tief eindringende Lasur oder ein pigmentiertes Holzöl. Eine dünne Schicht reicht, den Vorgang wiederholen Sie je nach Sonneneinstrahlung. Weil Thermoholz harzfrei ist, brauchen Sie weder Grundierung noch Lack, das Öl zieht direkt ein.


Ein Hinweis aus der Praxis: Wasserverdünnte Mittel ziehen langsamer ein, weil Thermoholz wenig Wasser aufnimmt. Bei einer Fasssauna als Bausatz von Vitkonwood ist der Erstanstrich bereits enthalten. Den zweiten und dritten Anstrich tragen Sie am besten innerhalb von zwei bis drei Wochen auf.


Gibt es die Thermoholz-Fasssauna auch mit Vorraum?


Die Thermoholz-Fasssauna gibt es als Ein-Raum-Variante ohne Vorraum und als Zwei-Raum-Variante mit Vorraum. Bei 3 Metern Gesamtlänge verschiebt sich die Trennwand je nach Vorraumgröße. Der Vorraum dient als Umkleide und als geschützter Platz für Holz und Handtücher.


Ohne Vorraum steigen Sie direkt in den Saunaraum, das spart Platz und Kosten. Mit Vorraum gewinnen Sie Komfort, besonders im Winter. 


Unser Lesetipp: 


Welche Aufteilung sich lohnt, zeigt der Ratgeber zur Fasssauna mit Vorraum.

Häufig gestellte Fragen zur Fasssauna aus Thermoholz

Was ist eine Thermoholz Fasssauna?


Thermoholz wird vorzüglich im Badefass- und Saunabau verwendet. Durch langsames und mehrstündiges Erhitzen von 160 auf bis zu 220 Grad Celsius wird Thermoholz behandelt bzw. modifiziert, was zu einer erhöhten Witterungsbeständigkeit, verbessertem Isolierfaktor und Fäulnisresistenz führt.


Welches Holz für Fasssauna?


In der Regel wird beim Bau der Fasssauna die nordische Fichte verwendet, da sie ein langsam wachsendes Holz ist und eine feine, wellige Maserung hat.


Sollte man Thermoholz lasieren?


Ja, wir empfehlen auch das Thermoholz zu lasieren. Aufgrund der Unbeständigkeit vor UV-Strahlung und Vergrauung (etwa durch den Einfluss von Regenwasser und Sonnenlicht), wird empfohlen, eine tief eindringende Lasur (z.B. HK Remmers) zu verwenden.


Wie erkenne ich Thermoholz?


Thermoholz erkennt man an der dunklen und zugleich edlen Farbgebung, welche es durch die Wärmebehandlung erhält. Um diesen Effekt möglich lange zu erhalten, empfiehlt es sich, das Holz mindestens einmal zu ölen.

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