Hot Tub im Winter: So wird er ganzjährig Winterfest
Sie haben einen Hot Tub im Garten und fragen sich, was Sie im Winter beachten müssen?
Wir zeigen Ihnen alles, was Sie über: Aufheizen, Frostschutz, Wasser ablassen, Auftauen eines eingefrorenen Ofens und zu den häufigsten Fehlern wissen müssen.
Hot Tub im Winter: So wird's winterfest
Frage |
Antwort |
Kann ich den Hot Tub im Winter benutzen? |
Ja, bis -15 °C unkritisch mit Thermodeckel und Frostschutz. |
Wie lange dauert das Aufheizen im Winter? |
3 bis 4 Stunden unter 0 °C, im Sommer 1 bis 2 Stunden. |
Sollten Sie das Wasser ablassen? |
Nur bei längerer Nichtnutzung. Sonst Wasser drin lassen, Thermodeckel und 3 kW Zusatzheizung als Frostschutz. |
Was tun bei eingefrorenem Ofen? |
Nicht anheizen. Heizlüfter daneben stellen oder Ofen ausbauen und warm auftauen. |
Welches Holz heizt am besten? |
Mischung aus Hartholz (Buche, Eiche) und Weichholz (Fichte, Kiefer) zum Anzünden, Restfeuchte unter 20 Prozent. |
Kann ich das Hot-Tub-Badefass im Winter verwenden?
Ja, denn genau dafür ist es gemacht. Ein Hot-Tub mit V4A-Edelstahlwanne, doppelter Polyurethan-Isolierung und Thermodeckel hält Außentemperaturen bis -15 °C problemlos aus.
Sie brauchen im Winter etwas länger zum Aufheizen, etwa 2 bis 3,5 Stunden statt 1 bis 2 im Sommer, und Sie verbrauchen mehr Holz, etwa 20 bis 25 Kilogramm pro Bad. Doch selbst bei -5 °C Außenluft kann das Wasser bis zu 39 °C aufheizen. Zwei Voraussetzungen müssen Sie erfüllen.
Thermodeckel ist Pflicht. Er reduziert den Wärmeverlust um bis zu 80 Prozent.
Der Frostschutz. Entweder Sie heizen regelmäßig, oder Sie installieren eine
3-Kilowatt-Zusatzheizung mit Frostwächter, oder Sie lassen das Wasser nach jedem Bad ab.
Eine der drei Optionen müssen Sie wählen, sonst friert Ihnen früher oder später der Ofen ein.
Was kann ich tun, wenn mein Hot Tub eingefroren ist?
Das Wichtigste zuerst: niemals den eingefrorenen Ofen anheizen. Ein Eisblock im Inneren plus plötzliche Hitze sprengt den Edelstahl. Die (harte) Konsequenz wäre ein Ofenaustausch, mehrere Hundert Euro. Gehen Sie stattdessen so vor:
Schritt |
Was tun |
1. Schaden einschätzen |
Becken anschauen. Dünne Eisschicht auf der Wasseroberfläche ist unkritisch. Knirschende Geräusche oder Wassertropfen unter dem Ofen sind ein klares Warnsignal. |
2. Becken entleeren, wenn möglich |
Ist der Ablassschlauch eingefroren, den Außenofen abnehmen und das Becken durch den unteren Ofen-Durchlauf entleeren. |
3. Heizlüfter aufstellen |
Mindestens 1 Meter Abstand zum Holzkorpus. 30 bis 60 Minuten direkt auf den Ofen richten. |
4. Auftau-Test |
Ein paar Tropfen Wasser am Auslauf prüfen. Fließt es? Dann ist der Ofen frei. |
5. Notfall-Plan |
Wenn der Heizlüfter nicht reicht, Ofen ausbauen und an einem warmen Ort 24 Stunden schonend auftauen lassen. |
6. Erst dann anheizen |
Frühestens 30 Minuten nach erfolgreichem Auftauen ein kleines Feuer starten und die Temperatur langsam hochfahren. |
Der Hot Tub bei Minustemperaturen im Winter
Drei Dinge können bei Frost passieren. Das Wasser im Becken gefriert oberflächlich. Das Wasser im Ofen und in den Rohren gefriert komplett. Oder Restwasser in der Filteranlage gefriert und sprengt das Material.
Temperatur |
Risiko |
Was tun |
0 bis -5 °C |
Dünne Eisschicht auf dem Wasser |
Thermodeckel zu. Sonst nichts. |
-5 bis -10 °C |
Restwasser im Ofen friert ein |
Nach jedem Bad Ofen entleeren. Eisfreihalter rein. |
-10 bis -15 °C |
2–3 Liter Restwasser sprengen den Ofen |
Zusatzheizung an oder Hot Tub komplett ablassen. |
Unter -15 °C |
Frostschaden in Stunden, nicht Tagen |
Durchheizen mit Backup-Heizung oder komplett einwintern. |
Eine dünne Eisschicht auf der Wasseroberfläche ist unkritisch. Der robuste Holzkorpus und der V4A-Edelstahl der Wanne machen das problemlos mit. Kritisch wird es, wenn der Ofen, die Rohre oder die Filteranlage einfrieren.
Denken Sie daran: Schon zwei bis drei Liter Restwasser im Ofen können bei -10 °C ausreichen, um Aluminium- oder Edelstahlteile zu sprengen. Die Reparatur ist teuer.
Deshalb gilt: Wenn Sie den Hot Tub nutzen, ist Wärme der Frostschutz. Wenn Sie ihn länger nicht nutzen, ist die Leere der Frostschutz.
Wie machen Sie Ihren Hot Tub Schritt für Schritt winterfest?
Bevor der erste Frost kommt, sollten Sie sich eine knappe Stunde Zeit nehmen. Die folgenden Schritte erledigen Sie idealerweise Ende Oktober oder Anfang November. Dann sind Sie für die ganze Saison vorbereitet.
Brauche ich eine Thermoabdeckung für mein Badefass?
Damit das Hot-Tub-Badefass effizient aufwärmen kann, sollten Sie immer eine Abdeckung verwenden, damit die Wärme länger gespeichert werden kann. Ein Thermodeckel reduziert den Wärmeverlust über die Wasseroberfläche um bis zu 80 Prozent. Ohne Deckel verlieren Sie pro Stunde mehrere Grad, mit Deckel halten Sie die Temperatur über Nacht.
Wie pflegen Sie das Holz vor dem Winter?
Wir empfehlen, alle Holzteile, sowohl die Holzpaneele als auch Abdeckung und Treppe zweimal im Jahr mit einem speziellen Holzöl zu behandeln. Viele Hot Tub Besitzer greifen dabei auf Leinöl zurück und verwenden zum Auftragen einen Pinsel oder eine Rolle.
Wichtig: nur die Außenflächen behandeln, das Öl etwa 12 Stunden einwirken lassen. Ein Anstrich im Herbst, einer im Frühjahr. Wenn Sie das machen, hält das Holz Jahrzehnte.
Wie reinigen Sie Filter, Pumpe und Ofen vor dem Winter?
Wenn Sie bereits das Wasser in dem Hot Tub entleert haben, bietet es sich an, sämtliche elektrische Geräte einmal zu demontieren, zu reinigen und anschließend an einem gut durchlüfteten Ort zu trocknen. Den Filter spülen Sie mit klarem Wasser oder einem Filterreiniger durch. Die Filterbälle waschen Sie bei 60 °C in der Waschmaschine. Die Pumpe kurz trocken laufen lassen, damit kein Wasser in den Leitungen bleibt. Mehr dazu im Ratgeber Hot Tub Pflege und Hot Tub Filteranlage.
Wann macht ein Eisfreihalter aus Styropor Sinn?
Besonders bei kleineren Hot Tubs ist es sinnvoll, einen Eisfreihalter aus strapazierfähigem Styropor zu verwenden, der auf der Wasseroberfläche schwimmt und so das Zufrieren des Wassers verhindert.
Der Eisfreihalter funktioniert mit Verdrängung: Wenn sich Eis bildet, drückt es gegen den Schwimmer statt gegen die Wannenwand. Das schützt die Wanne.
Brauchen Sie eine elektrische Zusatzheizung?
Wenn Sie zwei oder drei Tage hintereinander baden möchten, ohne den Hot Tub komplett zu entleeren, lohnt sich eine 3-Kilowatt-Zusatzheizung mit Frostwächter. Sie hält das Wasser über Nacht auf 8 bis 10 °C und schützt Ofen, Rohre und Filteranlage vor Frostschäden. Strompreis dafür: etwa 0,80 bis 1,20 € pro Frostschutz-Nacht, je nach Außentemperatur.
Gut zu wissen:
Wer ausschließlich elektrisch heizen möchte, findet alle Details im Ratgeber Hot Tub elektrisch. Wer die Kombination Holz plus Strom plant, sollte sich vorher den Vergleich im Ratgeber Hot Tub heizen anschauen.
Wie lange dauert das Aufheizen im Winter?
Die Aufheizzeit hängt von der Außentemperatur, Wannengröße und Holzqualität ab. Alles beeinflusst sich am Ende gegenseitig. Nasses Holz verzögert die Aufheizzeit ebenso wie kalte Temperaturen.
Die folgende Tabelle zeigt (ungefähre) Werte für eine 200-Zentimeter-Wanne mit doppelter Polyurethan-Isolierung und Thermodeckel.
Saison |
Außentemperatur |
Aufheizzeit |
Holzbedarf |
Sommer |
+15 bis +25 °C |
1 bis 2 Stunden |
10 bis 15 kg |
Übergangszeit |
+5 bis +15 °C |
2 bis 3 Stunden |
15 bis 20 kg |
Winter |
-15 bis +5 °C |
3 bis 4 Stunden |
20 bis 25 kg |
Bei einer 225-Zentimeter-Wanne rechnen Sie pro Heizung mit etwa 30 bis 45 Minuten zusätzlicher Aufheizzeit, weil das Wasservolumen größer ist.
Gut zu wissen:
Wenn Sie merken, dass der Holzofen im Winter schlecht zieht oder gar nicht durchbrennt, hilft der Ratgeber Hot Tub zieht nicht. Das passiert im Winter häufiger, weil der Kamin durch die kalte Außenluft zunächst nicht warm genug ist.
Wie viel Wärme verliert Ihr Hot Tub über Nacht im Winter?
Auch hier spielen mehrere Faktoren ineinander. Stellen wir uns einen typischen Januarabend vor. Draußen -15 °C, auf der Terrasse eine 200-Zentimeter-Wanne mit doppelter Polyurethan-Isolierung, der Thermodeckel geschlossen.
Die Wassertemperatur sinkt über zwölf Stunden um 3 bis 4 °C. Das reicht aus, um am nächsten Tag mit einer kurzen Heizphase wieder auf Betriebstemperatur zu kommen.
Ohne Isolierung läge der Verlust im zweistelligen Bereich. Ohne Deckel hätten Sie morgens lauwarmes Wasser bei unter 20 °C. Damit wird der Thermodeckel auch zu einem wichtigen Bestandteil für die laufenden Betriebskosten Ihrer Anlage (da er Geld/Holz spart, das man beim Aufheizen spart).
Welches Holz heizt im Winter am besten?
Die Frage nach dem richtigen Holz für den Hot Tub Ofen entscheidet vor allem über die Aufwärmzeit und Rauchentwicklung. Wir empfehlen generell Laubhölzer zu verwenden, da diese einen besonders hohen Brennwert haben und damit sehr energieeffizient sind. Achten Sie jedoch darauf, dass das Laubholz möglichst trocken und in kleine Spalten zerteilt ist. Zu vermeiden sind große und feuchte Holzstücke sowie Tannenhölzer mit starken Harzen, da hier die Rauchentwicklung sehr stark ist.
Im Winter brauchen Sie zwei Holzarten:
· Weichholz (Fichte, Kiefer) zum Anzünden und für die ersten 20 Minuten. Brennt schnell und heiß, bringt den Ofen auf Temperatur.
· Hartholz (Buche, Eiche, Esche) für die Hauptheizphase und zum Wärmehalten. Brennt langsam, gibt gleichmäßige Hitze ab, hält länger.
Restfeuchtigkeit immer unter 20 Prozent. Frisches Holz erzeugt mehr Rauch, weniger Hitze und versottet den Schornstein. Wenn Sie selbst Holz lagern, planen Sie 2 bis 3 Jahre Trockenzeit unter einem Dach mit Luftzirkulation ein.
Sollten Sie das Wasser im Winter ablassen oder drinlassen?
Die Antwort hängt davon ab, wie oft Sie baden. Drei Szenarien:
Sie baden mehrmals pro Woche: Wasser drin lassen, Thermodeckel zu, 3-Kilowatt-Zusatzheizung als Frostschutz. Vor jedem Bad nur kurz nachheizen.
Sie baden ein- bis zweimal pro Woche: Wasser drin lassen, mit Thermodeckel und optional Eisfreihalter. Ohne Zusatzheizung müssen Sie bei Dauerfrost den Ofen nach jedem Bad gründlich entleeren.
Sie baden gar nicht im Winter: Wasser komplett ablassen, Ofen entleeren, Filter entfernen, alles trocken lagern. Details dazu unten beim Punkt Lagerung.
Wir empfehlen, das Badefass direkt nach dem Gebrauch zu entleeren, sobald das Feuer im Ofen erloschen ist, wenn Sie keine Zusatzheizung haben und Frost angesagt ist.
Gut zu wIssen:
Wer komplett ablässt, liest vorher den Ratgeber Hot Tub Wasserwechsel. Für die neue Saison hilft der Ratgeber Hot Tub Wasserpflege.
Wie verhindern Sie, dass Ihr Hot Tub einfriert?
Es gibt einige Möglichkeiten, wie Sie das Gefrieren des Wassers in einem Hot Tub verhindern können. Grundsätzlich ist es empfehlenswert, das Wasser einfach abzulassen, sofern Sie den Hot Tub in dieser Zeit nicht benutzen. Wer ihn aber nutzen will, hat drei zuverlässige Methoden:
Methode 1: Eine elektrische Zusatzheizung mit Frostwächter
Eine 3-Kilowatt-Heizung mit integriertem Frostwächter ist die sicherste Option. Sie schaltet sich automatisch ein, sobald die Wassertemperatur unter 5 °C fällt, und hält das System frostfrei. Kosten: ab etwa 250 bis 400 € Anschaffung, plus Stromkosten.
Methode 2: Eine Filterpumpe dauerhaft laufen lassen
Mit einer Filterpumpe halten Sie das Wasser ständig in Bewegung und senken das Frostrisiko. Bewegtes Wasser gefriert deutlich langsamer. Bei -5 °C funktioniert das, bei -15 °C reicht es allein nicht mehr. Die Kombination Pumpe plus Thermodeckel ist eine gute Lösung für mildere Winter.
Methode 3: Ein kleines Feuer im Holzofen brennen lassen
Sobald sich eine leichte Eisschicht auf der Wasseroberfläche gebildet hat, können Sie ein kleines Feuer im Ofen brennen lassen, um das Wasser zu erwärmen. Wichtig ist dabei, die Wassertemperatur regelmäßig zu kontrollieren.
Diese Methode funktioniert nur, wenn Sie zu Hause sind. Ein Feuer darf nie unbeaufsichtigt brennen. Außerdem brauchen Sie Holz und Zeit. Für regelmäßigen Frostschutz ist die Elektroheizung praktischer.
Hinweis Innenofen vs. Außenofen: Innenöfen sind im Winter unkritischer, weil der Ofen vom Wasser gekühlt und gleichzeitig vom Wasser geschützt wird. Außenöfen brauchen besondere Aufmerksamkeit, weil die Verbindungsrohre zwischen Ofen und Wanne der Außenluft ausgesetzt sind. Mehr dazu im Ratgeber Hot Tub Innenofen oder Außenofen.
Was tun, wenn Ihr Hot Tub schon eingefroren ist?
Falls der Schlauch für den Abfluss eingefroren ist, können Sie den Ofen entfernen und auf diese Weise das Becken entleeren. Das Wasser kann so durch den unteren Durchlauf des Ofens abfließen. Wenn der Ofen jedoch eingefroren ist, können Sie versuchen, diesen aufzutauen. Dafür empfehlen wir den Einsatz eines Heizlüfters.
Bleibt diese Lösung ohne Erfolg, muss der Ofen entfernt und an einem beheizten Ort platziert werden, damit er schonend auftauen kann. Sie sollten auf keinen Fall den Ofen mit einem Feuer anheizen, wenn Sie vermuten, dass dieser eingefroren ist. Dies kann zu Schäden am Material des Ofens führen und einen Austausch des Geräts erforderlich machen.
Konkrete Reihenfolge bei eingefrorenem Ofen:
Schritt 1: Wassertemperatur prüfen. Wenn das Becken nur eine dünne Eisschicht hat, ist das unkritisch.
Schritt 2: Ofen anschauen. Hören Sie ein Knirschen oder sehen Sie Wassertropfen unter dem Ofen? Dann nicht anheizen.
Schritt 3: Heizlüfter aufstellen, mindestens 1 Meter Abstand zum Holzkorpus, 30 bis 60 Minuten laufen lassen.
Schritt 4: Wenn der Ofen sich warm anfühlt, vorsichtig ein paar Tropfen Wasser am Auslauf prüfen. Fließt es? Dann ist der Ofen frei.
Schritt 5: Erst dann anheizen. Wenn nichts hilft, Ofen ausbauen und an einem warmen Ort 24 Stunden auftauen lassen.
Wie lagern Sie das Badefass richtig, wenn Sie es im Winter nicht nutzen?
Wenn Sie das Badefass längere Zeit nicht nutzen, sollten Sie es reinigen, ausspülen und vollständig trocknen lassen. Achten Sie darauf, dass nach dem Ausspülen des Beckens kein Wasser im Fass oder Abflussschlauch bleibt und die Abflussventile offenbleiben.
Bei einem Modell mit Gummitropfen sollten diese ebenfalls entfernt werden. Bei Kugelventilen empfiehlt es sich, diese nur halboffen zu lassen, damit eventuelles Wasser im Becken leicht abfließen kann. Der Filter sollte ebenfalls über die nicht genutzte Zeit entfernt werden. Decken Sie das gesamte Badefass mit einer Schutzplane ab, damit kein Schnee oder Laub in die Wanne fällt.
Bei Außenofen-Modellen unbedingt die Ablassschraube am Ofen öffnen, damit eventuelles Restwasser komplett heraus kann. Wenn Sie eine Sprudelanlage oder Hydromassage haben, das System für 10 bis 15 Sekunden trocken laufen lassen, damit alle Wasserreste aus den Schläuchen entweichen. Details zur Bubble-Anlage im Ratgeber Hot Tub Sprudelsystem.
Welche Fehler sollten Sie im Winter unbedingt vermeiden?
Aus der Vitkonwood-Beratungspraxis kommen jeden Winter ähnliche Anrufe. Die folgenden fünf Fehler verursachen die teuersten Schäden:
Fehler 1: Den eingefrorenen Ofen anheizen
Wer auf einen vermuteten Eisblock im Ofen Feuer macht, riskiert eine Materialermüdung oder einen Riss im Edelstahl. Konsequenz: Austausch des Ofens, mehrere Hundert Euro. Immer erst auftauen, dann anheizen.
Fehler 2: Restwasser im Außenofen lassen
Schon zwei bis drei Liter Restwasser können bei -10 °C den Außenofen sprengen. Nach jeder Nutzung im Winter den Ofen komplett entleeren, wenn keine Zusatzheizung läuft.
Fehler 3: Den Thermodeckel weglassen
Ohne Deckel verlieren Sie pro Stunde 2 bis 3 °C bei -10 °C Außentemperatur. Über Nacht ist das Wasser kalt und im Ofen friert es ein. Der Deckel ist Pflicht im Winter, nicht Kür.
Fehler 4: Holzpflege im Winter vergessen
Der Wechsel zwischen heißem Wasser und kalter Außenluft strapaziert das Holz. Wenn Sie im Herbst nicht geölt haben, sehen Sie im Frühjahr Risse. Ölen Sie spätestens Anfang November, am besten an einem trockenen Tag.
Fehler 5: Die Wasserqualität schleifen lassen
Im Winter wechseln viele Besitzer das Wasser seltener, weil das Nachfüllen mit kaltem Schlauchwasser unattraktiv ist. Das rächt sich: Im warmen Wasser vermehren sich Keime auch im Winter. Wechsel alle 4 bis 6 Wochen, Wasserpflegemittel kontrollieren. Mehr im Ratgeber Hot Tub Reinigung.
Was kostet der Hot Tub-Betrieb im Winter im Vergleich zum Sommer?
Die größten Kostenfaktoren im Winter sind Brennholz, Strom für die Zusatzheizung und Wasserpflegemittel. Eine grobe Übersicht für zehn Bäder im Monat:
Posten |
Sommer (10 Bäder) |
Winter (10 Bäder) |
Brennholz |
10 bis 15 € (ca. 100 kg) |
20 bis 30 € (ca. 200 kg) |
Strom (Zusatzheizung) |
0 € |
20 bis 40 € (Frostschutz) |
Wasserpflege |
5 bis 10 € |
5 bis 10 € |
Im Winter rechnen Sie also mit etwa 45 bis 80 € pro Monat, im Sommer mit 15 bis 35 €.
Was muss ich tun, wenn mein Badefass eingefroren ist?
Falls der Schlauch für den Abfluss eingefroren ist, können sie den Ofen entfernen und auf diese Weise das Becken entleeren. Das Wasser kann so durch den unteren Durchlauf des Ofens abfließen. Wenn der Ofen jedoch eingefroren ist, können Sie versuche diesen aufzutauen. Dafür empfehlen wir den Einsatz eines Heizlüfters.
Bleibt diese Lösung ohne Erfolg muss der Ofen entfernt und an einem beheizten Ort platziert werden, damit er schonend auftauen kann. Sie sollten auf keinen Fall den Ofen mit einem Feuer anheizen, wenn Sie vermuten, dass dieser eingefroren ist. Dies kann zu Schäden am Material des Ofens führen und einen Austausch des Geräts erforderlich machen.
Wie lagere ich mein Badefass richtig, wenn ich es im Winter nicht nutze?
Wenn Sie das Badefass längere Zeit nicht nutzen, sollten Sie es reinigen, ausspülen und vollständig trocknen lassen. Achten Sie darauf, dass nach dem Ausspülen des Beckens kein Wasser im Fass oder Abflussschlauch bleibt und die Abflussventile offenbleiben.
Bei einem Modell mit Gummitropfen sollten diese ebenfalls entfernt werden. Bei Kugelventilen empfiehlt es sich diese nur halboffen zu lassen, damit eventuelles Wasser im Becken leicht abfließen kann. Der Filter solle ebenfalls über die nicht genutzte Zeit entfernt werden. Achten Sie darauf das gesamte Badefass mit einer Decke oder Schutzfolie abzudecken.
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