Thermoholz Fasssauna – die Vorteile auf einen Blick

Thermoholz Fasssauna – die Vorteile auf einen Blick

Eine Fasssauna aus Thermoholz besitzt eine Reihe von Vorteilen gegenüber Fasssaunen aus unbehandeltem Holz. Diese sollten Sie vor einer Kaufentscheidung kennen. Wir geben einen schnellen Überblick.

Warum Thermoholz?

In Nord- und Mitteleuropa beheimatete Hölzer haben eine geringe Lebensdauer. Sie sind so veranlagt, damit sie in der Natur leichter von Organismen zersetzt und zu Humus verarbeitet werden können. Sollen die Hölzer jedoch im Gartenbereich verwendet werden, zum Beispiel als Saunaholz, ist diese Eigenschaft von Nachteil.

Als Baumaterial ist es besser, wenn das Holz Belastungen durch Regen, Wind sowie Flora und Fauna standhält. Zudem soll es für den Saunagänger angenehm sein. Das heißt, Splitterung oder eine starke Erhitzung der Oberfläche sollten vermieden werden.

Wird Holz zu Thermoholz verarbeitet, verfügt es über bessere technische Eigenschaften. Es hält länger und fühlt sich angenehmer an. Was genau Thermoholz ist, erklären wir Ihnen jetzt.

Was ist Thermoholz und wie wird es hergestellt?

„Thermoholz“ steht für thermisch modifiziertes, also mithilfe von Wärme verändertes, Holz. Die Behandlung gibt dem Holz andere physikalische und chemische Eigenschaften.

Massives Holz wird bei der Behandlung auf 0 % Feuchtigkeit herabgesetzt. Dann findet eine Erhitzung auf ca. 160 bis zu 220° Celsius statt. Die Temperatur muss oberhalb der Zündtemperatur der jeweiligen Holzsorte liegen. Damit es nicht zu brennen anfängt, wird ein Sauerstoffmangel erzeugt. Diese Behandlung dauert 24 bis 48 Stunden.

Während der Behandlung werden manche Stoffe im Holz abgebaut, wie etwa Harze. Die organische Säure, die unter anderem vor Schädlingsbefall schützt, bleibt bestehen. Ein Nebeneffekt der Thermobehandlung ist, dass das Holz eine dunklere Färbung annimmt. Das ermöglicht automatisch einen edlen Look. 

Tropenhölzer wie Massaranduba besitzen viele dieser Eigenschaften von Natur aus. Sie haben eine höhere Dichte und sind resistenter gegenüber Feuchtigkeit. Allerdings müssen sie über weite Wege transportiert werden, was nicht nachhaltig ist und zu höheren Kosten führt.

Vor der Thermobehandlung aus Finnland wurde schon die Kesseldruckimprägnierung genutzt, um Holz beständiger zu machen. Dieses Verfahren benötigt jedoch den Zusatz von chemischen Stoffe. Die Feuchtigkeit wird bei der Imprägnierung gegen Salz getauscht. Damit ist die Thermomethode umweltschonender und deutlich sauberer.

Die Vorteile von Thermoholz gegenüber anderen Sorten

Welche Eigenschaften besitzt eine Fasssauna aus Thermoholz? Ganz allgemein wird die Wasseraufnahmefähigkeit des Holzes verringert. Dadurch quillt es zum Beispiel nicht auf. Weitere Vorteile sind:

  • Dimensionsstabilität: Das Holz bleibt bei verschiedenen Umgebungsbedingungen in der gleichen Form. Anders gesagt: Das Schwind- und Quellmaß wird verringert.

 

  • Oberflächenhärte: Weiches, feuchtes Holz wird durch die Behandlung fest und trocken. Optimal zur Benutzung in einer Sauna.

 

  • Fäulnisresistenz: Befall durch Pilze oder tierische Schädlinge wird verhindert. Eine Vermoderung findet nicht statt.

 

  • Geringe Rissbildung: Schmale Risse bleiben nicht aus, doch Anzahl und Größe werden deutlich reduziert.

 

  • Chemiefrei und Recyclebar: Die thermische Behandlung ist umweltfreundlicher als andere Methoden.

 

  • Hoher Isolierwert: Wärme bleibt länger im Inneren der Thermoholz Fasssauna erhalten. Dadurch sparen Sie Betriebskosten.

 

  • Geringe Aufheizung: Selbst bei direkter Sonneneinstrahlung oder der Anheizung einer Sauna bleibt das Holz bei Hautkontakt angenehm.

 

  • Sondert kein Harz ab: Die Oberfläche ist frei von klebrigem Harz und somit barfußfreundlich. Die Reinigung wird zudem erleichtert.

 

  • Geringes Infektionsrisiko bei Splittern: Falls doch mal ein Holzsplitter unter die Haut gerät, werden durch die mangelnde Feuchtigkeit Infektionen verhindert.

 

  • Optik: Dies ist eine Geschmacksfrage, doch oft wirkt das „karamellisierte“ Holz optisch hochwertiger und luxuriöser.

Was kann Thermoholz nicht?

Wie bei anderen Hölzern auch kann sich die Farbe Ihrer Thermoholz Fasssauna mit der Zeit ändern. Eine Verblassung durch UV-Einstrahlung kann nicht verhindert werden. Ebenso kann das Holz ergrauen. Hier wird eine entsprechende Behandlung mit Öl empfohlen.

Je nach Verarbeitung kann sich auch die Festigkeit des Holzes verändern. Je höher die Temperatur der Erhitzung, desto eher wird es spröde. Daher ist Thermoholz nicht für den Hausbau zugelassen, außer zur Fassadenverkleidung. Für kleinere, leichtere Konstruktionen im Garten bleibt es aber die beste Wahl.

Holzarten und Dauerhaftigkeitsklassen

Nicht jede Holzart eignet sich für die Wärmebehandlung. Am beliebtesten wird Fichtenholz verwendet. Seltener werden Ahorn, Birke, Eiche, Erle oder Robinie als Thermoholz verwendet.

Die höchste Dauerhaftigkeitsklasse ist die „1“. Diese Klasse wird von einer Reihe von Tropenhölzern besetzt. Doch auch gutes Thermoholz besitzt die Klasse 1. Die niedrigste Dauerhaftigkeitsklasse ist die 5, bei Thermoholz die 3. Die Douglasie und die Lärche sind hierzulande die Sorten mit der höchsten Einstufung. Sie erreichen, unbehandelt, jedoch maximal eine 3 bis 4.

Letztendlich müssen sie für sich selbst entscheiden ob für Sie eine Fasssauna aus Thermoholz in Frage kommt. In vielen Fällen lohnt sich die Mehrinvestition.

Sie sind an einer Thermoholz Fasssauna interessiert oder wollen weitere Informationen? Dann schauen Sie gerne in unserem Lagerbestand vorbei oder konfigurieren Sie sich einfach Ihre individuelle Fasssauna in unserem 3D Konfigurator. Wenn Sie bei der Auswahl der passenden Fasssauna Hilfe benötigen, bieten wir Ihnen eine kostenlose Beratung an! Wir freuen uns auf Sie!